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Aktuelles


Mehr Käse - mehr gut! Oder: Ein Lehrgang durch alle Jahreszeiten
Dienstag, 24. Main 2022 um 19:07

Wir wollen Fluglehrer*innen werden!

Das war der Gedanke, der uns seit dem Vorab-Prüfungswochenende als Gruppe verband. Schon vor dem eigentlichen ersten Treffen wurden die wichtigsten Fragen per WhatsApp geklärt: „Wer kommt schon früher und was essen wir?!“

Wir trafen uns also an einem Freitagabend im Februar zunächst in der Pizzeria in Stukenbrock und anschließend zum gemeinsamen Kennenlern-Bierchen in der Segelflugschule Oerlinghausen.
Nach diesem freundlichen Einstieg ging es dann gleich am Samstag ans Eingemachte: Theoretische Prüfung! Wie war das doch gleich mit den Hochs und Tiefs und der Windrichtung? Welche neuen Verordnungen hat das Luftrecht-Hexenwerk nochmal veröffentlicht? Und wie zum T… funktionierte nochmal der differenzierte Querruderausschlag? Alles Wissen, welches zumindest ich das letzte Mal vor 10 Jahren gebraucht habe.

Trotz der ein oder anderen Wissenslücke haben wir es aber schließlich alle durch den Theorieteil geschafft. Die praktische Überprüfung war dann die leichteste Übung. Zuletzt waren unsere Ausbilder der Meinung, dass wir alle am Lehrgang im April teilnehmen dürfen. Uff!


Anspannung vor der theoretischen Prüfung

Und die Entspannung danach

Die Wochen vergingen, ab und an poppt die ein oder andere WhatsApp-Nachricht bezüglich organisatorischer Fragen auf und plötzlich steht der Lehrgang vor der Tür.


Wieder die wichtigste Frage vorab geklärt: „Wer kommt wann und wo Essen wir?“. In alter Manier findet das Wiedersehen also in der Pizzeria statt. Der ein oder andere kommt witterungsbedingt später. Es schneit nämlich… und wie! Da waren es doch gerade neulich erst 20°C gewesen und jetzt schneit es?! Aber gut, komme was wolle, wir sind da.

Wie läuft dieser Lehrgang jetzt ab? Was tun wir hier eigentlich? Eine genaue Vorstellung davon hatten wohl die wenigsten. Dank unserer sehr engagierten Ausbilder wird aber schnell klar: Wir fliegen, wann immer es geht. Die Wettervorhersage für die nächsten Tage war unterirdisch. Lange Unterhose und Skiklamotten waren angesagt. Die restliche Zeit nutzen wir für Theorie. Und wann immer es geht, heißt eben auch bei schneebedecktem Platz. Da war die Ziellandeübung auf dem Asphalt der Startstrecke als einzige Landemöglichkeit direkt mit abgehakt. 



Ziellandeübung auf der Startstrecke.

Die nächsten Tage waren wegen des mauen Wetters dann vor allem von Theorie geprägt. Brav haben wir alle zu Hause weitmöglichst unsere Lehrproben vorbereitet, sodass wir direkt mit den Unterrichtseinheiten starten konnten.


Ich persönlich war sehr beeindruckt, was meine Fliegerkolleg*innen da auf die Beine gestellt haben. Es gab Modelle, Smart-Board-Animationen (Zauberei?!) und wirklich alle waren wahnsinnig gut in ihrem Thema drin. Noch beeindruckender fand ich die Feedback-Runden nach jedem Vortrag. Es gab so viel guten fachlichen aber auch stilistischen Input, dass wir am Ende jede einzelne Lehrprobe gemeinsam zur Perfektion gebracht haben. Und obwohl wir einige Vorträge (meinen eingeschlossen), diverse Male gehört haben, wurde jedes Mal noch konstruktives Feedback gegeben, alle waren noch voll dabei und niemand wurde hängen gelassen! Das war wirklich der Hammer.



Unterricht am „lebenden Objekt“.

Am zweiten Wochenende gab es eine sehr interessante Unterrichtseinheit von Erik zum Thema Safety Management in Vereinen. Wir haben diskutiert, Konzepte ausgearbeitet und festgestellt, wo in unseren Vereinen wohl noch Verbesserungsbedarf herrscht und wo wir eigentlich schon ziemlich gut sind. Hier kam dann auch das „Schweizer Käse-Modell“ zur Unfallvermeidung zur Sprache und irgendwie hat sich daraus der eingängige Slogan „Mehr Käse – Mehr gut!“ entwickelt. Die T-Shirts zum Lehrgang mit entsprechendem Logo sind im Druck 😉.

Gott sei Dank, gab es in der zweite Woche doch noch einige sehr schöne Flugtage. Es wurde wärmer, teilweise richtig sommerlich! Lag nicht vor ein paar Tagen noch Schnee auf dem Platz?

So konnten wir alle unsere notwendigen Ausbildungsstarts absolvieren und einiges an spannenden Erfahrungen sammeln. Man glaubt nicht, was die Ausbilder sich alles trauen falsch zu machen und wie präzise sie so manch lässig formulierte Anweisung befolgen. Da findet man sich plötzlich in völlig unerwarteten Fluglagen wieder, nur weil man gesagt hat „Mehr Querruder“ oder „Mehr Drücken“. Also Obacht bei der Ansprache 😉.

Auch beim Flugbetrieb war klar: Einer für alle und alle für einen. Da wurde niemand übergangen und alle haben mit angepackt, um möglichst schnell durchzukommen.


Endlich fliegen!

Gegen Ende der zweiten Woche stieg die Nervosität bei uns allen merklich an. Die Prüfung stand vor der Tür. Jetzt lag der Kassera plötzlich nicht mehr nur unter der Kopfkissen, um uns sein Wissen zu schenken, sondern wurde intensivst beackert. In kleinen Lerngruppen haben wir alles was ging aus uns rausgeholt. Der letzte Schliff an der Lehrprobe, die letzte Stunde vor dem Schlafen gehen noch schnell was nachschlagen und dann nur noch ins Bett.


Jeder hat seine eigenen Lernmethoden…

Am Donnerstag haben wir unsere Prüfer dann das erste Mal gesehen: Die machten doch alle einen ganz netten Eindruck! Und weil das Wetter für diesen Tag deutlich besser vorhergesagt war als für Freitag wurde entschieden: Heute Fliegen, morgen Theorie. Uff, wieder einen Abend zum Lernen gewonnen!

Die praktischen Prüfungen, jeweils 4 Starts pro Prüfling inkl. 1 F-Schlepp, waren anfangs sehr aufregend, später dann auch sehr amüsant und vor allem deutlich entspannter. Alle Prüfer waren wirklich nett, haben nochmal gute Tipps verteilt und siehe da: Waren am Ende alle zufrieden mit uns.

Dann kam der Freitag. Zum Glück konnten wir beim Fliegen schon einen guten Eindruck machen, um über unsere Wissenslücken hinweg zu glänzen, so der Plan.

Wir haben es alle, behaupten wir mal mit Bravour, durch unsere Lehrproben und die theoretische Prüfung geschafft! Insgesamt kann man auch sagen, dass die Prüfungen alle sehr fair aufgebaut waren und wir uns in den zwei Wochen doch besser vorbereitet haben als wir das vielleicht selbst gedacht hätten.

Und Tadaaa: 13 frisch gebackene Fluglehrer*innen haben an diesem Tag ihre neue Lizenz erhalten!
Und natürlich sind wir nochmal zusammen Essen gegangen. :P


Finally!

Fazit zu den 2 Wochen:

Fakt ist, das war sicher kein Erholungsurlaub im herkömmlichen Sinne. Jeden Tag Frühstück um halb 8 und nur sehr wenige Tage, an denen man vor Mitternacht im Bett war.

Aber es war ein super Urlaub für den Kopf, man hat kaum Zeit an die Arbeit daheim zu denken.

Außerdem macht der Zusammenhalt der Gruppe einfach nur Spaß. Jeder hilft dem anderen, selbst wenn die Stimmung mal den Tiefpunkt erreicht.

Es ist auch nicht so, als hätten wir keinen Spaß gehabt! Der Biervorrat wurde regelmäßig aufgestockt, die Sauna an mehreren Tagen angeheizt und der Simulator hat den ein oder anderen Lacher hervorgebracht. Zitate wie „Der Himmel ist nicht echt, er ist nur verzaubert. In der Geschichte der Segelflugschule ist das nachzulesen.“ Oder „Die Mischung aus Steigen und Sinken ist Stinken. Der Nullschieber“ und „Schon wieder ein Kompassdrehfehler“, werden wir so schnell nicht vergessen. So viele gute Leute auf einem Haufen, das war einfach der Hammer! Wir haben unglaublich viel gelernt und am Ende hat es bei allen geklappt.

Ein großer Dank gilt an dieser Stelle natürlich unseren Prüfern, die uns mit so viel Ruhe, Nachsicht und guten Tipps durch die Prüfungen gebracht haben, sowie allen Mitarbeitern der Segelflugschule Oerlinghausen. Da werden wir uns jetzt erstmal wieder dran gewöhnen müssen, selber zu kochen und die Flieger selbst parat und bettfein zu machen.

Besonders herzlich möchten wir uns aber bei unseren Ausbildern Hermann, Werner und Erik bedanken! Mit dem nötigen Zuspruch und Humor und auch mit Kritik und Tipps an richtiger Stelle, habt ihr uns nicht nur auf die Prüfung, sondern auch auf unser neues Leben als Platzrundenkönig*innen vorbereitet. Besser geht es nicht. Ganz herzlichen Dank!

Ich freue mich schon, auf ein Nachtreffen der Crew am Ende der Saison. Ihr seid mir richtig ans Herz gewachsen.

 

von Hilke Mannel


 
Tag der studentischen Initiativen und Vereine an der RWTH Aachen
Dienstag, 17. Main 2022 um 21:26

Nach längerer Pandemiepause bot die Hochschule endlich wieder all ihren Vereinen die Möglichkeit, sich den Studierenden zu präsentieren. Eine ideale Gelegenheit auch für uns, neue Mitglieder zu werben: Da staunten die Passanten nicht schlecht, als in der Früh bereits unser Schulungsdoppelsitzer ASK21 direkt vor dem SuperC aufgebaut wurde.

Was für ein Eyecatcher mitten in der City. Dazu noch ein Pavillon mit großem Monitor mit Videoschnipseln zur Visualisierung unseres geliebten Hobbys. Ein herzliches Dankeschön an unsere Jugendgruppe, die die Standbetreuung übernahm und sich den unzähligen Fragen der vielen Interessierten stellten.


©Fotografin: Irene Kesper
Außenlandung Templergraben

Über Vierzig hinterließen ihre Handynummern, mit denen wir nun Kontakt aufnehmen werden, um sie einmal am Flugplatz begrüßen zu können, denn:

So schön es auch ist, davon erzählt zu bekommen, es geht doch nix über einen tollen Tag am Flugplatz und im Cockpit. Wir freuen uns schon auf neue Mitglieder.

 

von Irene Kesper


 
Kunstfluglehrgang 2021 in Hayingen | Drucken |
Sonntag, 17. Oktober 2021 um 09:11

Käseecken mit Rollmops

Dass unsere schwäbischen Kunstfliegerfreunde leicht verdreht sind, wissen wir ja. Aber so sehr? Timos Kommentar nach seinem ersten Flug im Kunstfluglehrgang 2021: Boar, Irene, die sind komplett krank. Ist das heftig mit dem Rückenflug! Ja, Timo, ich habe das dort 2018 auch schon genießen dürfen und falls es sich ergibt, lasse ich mich gerne noch mal von
einem Profi schaukeln.

Geschult wurde auf akrotauglichen Flugzeugen mit lustigen Namen wie Heuwägelchen SZD-59 Acro, LEKI Fox, Perkoz SZD 54 2, Salzlore ASK21 und Rollmops ASK21B, die von den Hayingern und dem Förderverein Segelkunstflug im BWLV e. V. für den
Kurs zur Verfügung gestellt wurden. Für die perfekte Betreuung und die gute Organisation wollen wir uns an dieser Stelle ganz herzlich bedanken beim LSV Hayingen e. V. Besser geht es nicht!


©Fotografin: Irene Kesper
Leki Fox

©Fotografin: Irene Kesper
Salzlore ASK21

©Fotograf: Timo Sirinyan
Die Welt steht Kopf...

©Fotograf: Timo Sirinyan
...und andere Perspektiven

Aufschwung, Abschwung, Rückenflug, Rolle, Looping, Turn, Männchen, Weibchen, Trudeln, Käseecken, Humpty, Kubaner, schräger Pimmel und einiges mehr wurde trainiert, sobald das herbstliche Wetter es zuließ. Und wenn nicht, wurden eben Alternativen angewandt: Theorieunterricht, Armmuskel- und Fliehkrafttraining auf der Kartbahn in NecKARTenzlingen, Winkeltraining beim Billard, Mentales Training gegen Drehschwindel am Zapfhahn und für das richtige Atmen und die Bauchpresse gab es bis spät in die Nacht das volle schwäbische Lachprogramm.


©Fotografin: Irene Kesper
Theorieunterricht: Männchen und Weibchen


©Fotografin: Irene Kesper
Prüfungsvorbereitung auf dem Papier


©Fotografin: Irene Kesper
Armmuskeltraining auf der Kartbahn


©Fotografin: Irene Kesper
Winkeltraining am Billiard-Tisch

Von Tag zu Tag wurden die Grundschüler und Fortgeschrittenen in dieser intensiven Woche sicherer und präziser und hatten richtig Spaß, während ich einfach mal ohne eigenen Flugbetrieb Urlaub machen konnte: Chillen, Wandern, Fotografieren, Quatschen, Kunstflug gucken, hier und da den Hayingern helfen und dabei Schwäbisch lernen.

Die ersten Allein-Kunstflüge hielten am Abend noch eine lustige Überraschung bereit: Die Teilnehmer bekamen mal wieder den Hintern versohlt, für das nötige Feingefühl natürlich, allerdings nicht wie bei normalen Fliegern, sondern kopfüber im Handstand!

Selbstverständlich hat Timo, wie alle seine 6 Mitschüler, zum Abschluss das erforderliche Programm für den Schwabenschwebeschein zur vollen Zufriedenheit seiner Lehrer geflogen und nun die Kunschtflugbereschtigung im Flugbuch eingetragen. Ich freue mich schon aufs näkschte Joar, wenn er mit mir Kringel an den Himmel malt und wir für etwas missglückte Figuren einfach coole Namen erfinden.

Am letzten Morgen zierten Eisblumen Calis Scheiben, das ultimative Zeichen für das Saisonende. Immer wieder niedrige Wolken und Wind behinderten ein wenig den Fortschritt mancher Schüler, so dass sie es verständlicherweise bis zum letzten Flugtag ausnutzen mussten, mit den tollen Spielsachen möglichst elegant Höhe zu vernichten. Zu meinem Flug bin ich nicht mehr gekommen, aber ich bin ja im Mai wieder da  ;-)


©Fotografin: Irene Kesper
Erster Alleinflug im Kunstflug

©Fotografin: Irene Kesper
Herbststimmung in Hayingen

©Fotografin: Irene Kesper
Gruppenbild bei sonnigstem Herbstwetter

 

von Irene Kesper


 
Neuer Fluglehrer in der FTHA | Drucken |
Mittwoch, 14. April 2021 um 19:47

ER IST WIEDER DA

Gemeint ist kein Buchtitel, sondern Marc Franz. Im März/April 2021 hat Marc an der Segelflugschule Oerlinghausen an
einem 14-tägigen Fluglehrerlehrgang teilgenommen. Mit Theorie- und Praxisprüfung und einer Lehrprobe schloss er die
Fluglehrerausbildung erfolgreich ab und steht ab sofort der FTHA als Fluglehrer zur Verfügung. In der kommenden
Saison 2021 muss er unter Aufsicht eines erfahrenen Fluglehrers noch weitere Flugstunden und bestimmte Übungen
vom Fluglehrersitz aus absolvieren, um die Anforderungen an die Fluglehrer-Lizenz vollständig zu erfüllen.

Seine fliegerische Ausbildung begann Marc bei der FTHA 2014 und schloss sie nach zwei Jahren erfolgreich ab. Dann
flog er fleißig seinen Luftfahrerschein spazieren; 2017 wurde er zum Zellenwart ausgebildet, organisierte unsere
Feste und trieb den Flugbetrieb stets voran. Da er auch beruflich in der Bildung tätig ist, ist er der ideale Kandidat für
uns, um zur weiteren Verjüngung unseres ehrenamtlichen Ausbilderteams beizutragen.

Wir danken Marc für sein Engagement und wünschen ihm – und seinen Schülern – eine erfolgreiche Saison 2021 mit
viel Spaß und tollen Wetterlagen.

HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH, MARC!

von Irene Kesper und Thomas Mannel



 
Aufwertung des Freizeitgeländes: Die Waschcontainer sind da! | Drucken |
Mittwoch, 18. November 2020 um 16:49

Duschen zu zweit - spart Wasser und Zeit ;-)

 

In lauer Sommernacht am knisternden Feuerchen mit Marshmellows den Flugtag Revue passieren zu lassen, gemeinsam
Pläne für den nächsten Tag zu schmieden, anschließend im kuscheligen Schlafsack von fünf Metern Steigen zu träumen,
das ist doch ein Bild, dass uns Fliegern über den Winterblues hilft.


©Fotograf: Sandra Maischak
Lagerfeuerromantik

Und nach einer kühlen Nacht im Zelt auf der Isomatte freut man sich aufs warme Duschen und damit das bald in hellen modernen Räumen stattfinden kann, haben alle Vereine der Binz gemeinsam ein längst überfälliges Projekt auf die Beine gestellt: Wir verlassen die fünfzig Jahre alten Sanitärruinen im Keller des Hotels.

Wir freuen uns sehr über die Ankunft der drei nagelneuen Sanitär-Container, die nach langer Planung nun endlich auf unserem schönen Freizeitgelände gelandet sind. Der Endteil stellte sich ein wenig schwierig dar, denn der LKW drohte sich nach tagelangem Regen auf den letzten fünfzig Metern festzufahren. Daher wurde kurzerhand ein Riesenkran bemüht, der die Container hoch über die Baumwipfel hievte und die Punktlandung mit Bravour meisterte.
©Fotograf: Martin Kämper
Container-Endanflug


©Fotograf: Enno Cramer
Gemütliches Freizeitgelände im Herbst

Hinter einem trockenen Überdachungsbereich befinden sich drei geräumige beheizbare Familien-Bäder, jeweils mit Dusche, WC und Waschbecken, zusätzlich zwei WCs und ein Urinal und eine kleine Spülküche. Sie werden über den Winter fertiggestellt. Die Container werden noch mit witterungsbeständigem Lärchenholz verkleidet, so dass sie sich auch optisch gut in die Natur integrieren. WLAN vollendet das moderne Konzept.


©Fotograf: Enno Cramer
Sanitär-Trio im Bau

So freuen wir uns schon jetzt auf den nächsten Flugbetrieb im Frühling 2021, an den Wochenenden und natürlich auch
auf längere Aufenthalte in Lehrgängen auf der Dahlemer Binz.

von Irene Kesper

 


 
Fliegerlager in Oehna 2020 | Drucken |
Donnerstag, 05. November 2020 um 17:47

Wie in den vergangenen Jahren fuhren auch dieses Jahr ein paar Flieger für 2 Wochen nach Oehna (in Brandenburg,
ca. 70 km südwestlich von Berlin). Wir waren dieses Jahr leider nur zu dritt (WD, Moses, HelHel), da Horst kurzfristig
absagen musste. Aufgrund dieser Minimalbesetzung nahmen wir nur die DG1000 mit, was mir, Helhel, sehr
entgegenkam, da ich nur noch doppelsitzig fliegen will.

Glücklicherweise konnten wir in Oehna einen Hallenstellplatz für die DG1000 bekommen, so dass uns drei nicht mehr
ganz jugendlichen Fliegern das mühsame tägliche Auf- und Abrüsten erspart blieb. Denn draußen stehen lassen
konnten wir das Flugzeug selten, da das Wetter recht unbeständig und wechselhaft war. Wir hatten so ziemlich alles,
was man sich an Wetter vorstellen kann (außer Schnee): starker Wind bis zum Sturm, viel Bewölkung, leider nicht nur
Cu, sondern alles was es so gibt: Abschirmungen, Überentwicklungen mit Schauern, aber auch Blauthermik und gute
Wolkenthermik. Die angehängten Fotos zeigen ein paar Eindrücke von den unterschiedlichen Wolkenbildern.

Zum Schleppen hatten wir wieder das UL Peregrine (siehe Foto, hinteres Flugzeug) zur Verfügung, mit dem WD uns
schleppte, wenn er nicht selbst mit DG1000 flog.


©Fotograf: Wolfgang Döring
Die Peregrine aus Oehna

Immerhin erwischten wir einige Tage mit Wetter, das für etwas erwähnenswertere Flüge reichte:

1. HelHel mit Moses 360 km / 5½ Stunden nach Nordwesten bis Stendal und zurück über Dessau, sowie noch einem
kleinen Abstecher nach Osten;
2. HelHel mit WD 270 km / 4½ Stunden nach Osten bis an die Oder (Eisenhüttenstadt, Cottbus), mit einer
(erfolgreichen) Ausgrabung aus 350 m Höhe über Grund, da die angekündigte Warmfront von Westen schneller
aufgezogen war, als erwartet;
3. WD mit Moses 210 km / knapp 4 Stunden bei spät entwickeltem Wetter nach Brandenburg-Stadt, dann nach Westen
bis kurz vor Magdeburg und zurück. Bei der Landung gegen 17 Uhr war die Wolkendecke geschlossen und die Thermik
zum Erliegen gekommen. Dies war der letzte Flugtag vor Abrüstung und Präparation für den Rücktransport, den wir
nochmal optimal genutzt haben.

Zwischendurch gab es noch mehrere Flüge von ¾ bis 3 Stunden Dauer bei wechselhaftem Wetter; bei einem erreichten
wir eine Höhe von 2.600 m. An den schwächeren und unbeständigen Tagen blieben wir im Gleitbereich, bemühten uns
aber immer, die 100 OLC-Punkte für die Fördermittel zur Vereinsförderung zu erfliegen, was uns meistens auch gelang.
Nur an 3 Tagen war das Wetter gar nicht fliegbar. Doch der Platz, die Landschaft, der Swimmingpool, wenn´s sein muss
auch der Gammel oder Besorgungen, der leckere Kuchen oder der Eierlikör-Eisbecher im Flugplatzcafé „Stolpervogel“
bieten dann immer noch ausreichend Abwechslung. Mehrfach hatten wir das Vergnügen, als Ballast bei Testflügen in
einer Cessna (für WDs Cessna 172 Rating, siehe Foto, vorderes Flugzeug) bzw. Diamond-Star (Werkstattflug)
mitzufliegen.
An einem Tag verpassten wir das ca. 2-stündige Wetterfenster mit Thermik, das Moses dann zu einer 55 km-
Fahrradtour auf dem wunderbaren Fläming-Skate-Parcours nutzte. Hierbei handelt es sich um insgesamt 230 km
Inlineskater- und Fahrradwege abseits der Straßen, glatt asphaltiert und durch schöne Flachland-Landschaft mit großen
Äckern und Kiefernwäldern.

So machte das Fliegerlager Oehna auch dieses Jahr wieder Lust auf Fortsetzungen, gerne auch wieder mit ein paar
mehr Fliegern wegen der Geselligkeit, die dieses Jahr ein wenig zu kurz kam.


©Fotograf: Wolfgang Döring
Wetterkino wie so oft in diesem Urlaub

©Fotograf: Norbert Krzikalla
Ein Bild wie gemalt...

©Fotograf: Wolfgang Döring
Abendstimmung


©Fotograf: Norbert Krzikalla
Meteorologie zum Staunen

vom Ohna-Team: HelHel, Moses und Wolfgang



 
Fliegerurlaub in Frankreich - Le Louroux 2020 | Drucken |
Dienstag, 08. September 2020 um 16:19

Am Freitag den 31.07.2020 fuhren wir los, auf in einen entspannten Fliegerurlaub in Mittelfrankreich.

Los ging es auf der Dahlemer Binz und wir machten uns auf den Weg zu unserem ersten Halt am Flugplatz Écury-sur-Coole, wo wir übernachteten. Am Samstag früh ging es dann weiter bei brütender Hitze in Richtung Süden, vorbei an wunderschönen Sonnenblumen- und vereinzelten Lavendelfeldern. Als wir dann endlich in Le Louroux ankamen ging es erst mal in den Pool – einen Luxus, den wir in den nächsten zwei Wochen bei 40 Grad im Schatten noch zu schätzen lernten.


©Fotograf: Noah Lichter
Morgendlicher Blick in Écury-sur-Coole


©Fotograf: Noah Lichter
Weite Blicke auf der Hinfahrt

Am Sonntag war dann gutes Wetter vorhergesagt und es ging direkt in die Luft. Ich machte meinen ersten Start in Frankreich. Hinter dem Motorflugzeug ging es dann auf eine Höhe von 500 m. Fast wären wir abgesoffen, doch Thomas rettete uns dann doch noch vor der Landung. Bei gutem Wetter flogen wir gleich los sodass ich die Umgebung kennenlernte und meine zweite Überlandflugeinweisung bekam. Nach 140 Strecken-Km landeten wir dann zufrieden.

In den nächsten Tagen erkundete ich weiter die Umgebung, diesmal mit dem Einsitzer, bei nur mäßiger Blauthermik. Leider wurde die Thermik von Tag zu Tag schwächer.


©Fotograf: Noah Lichter
Frankreich erkunden mit einem unserer Einsitzer: Der LS4
Am Mittwoch versuchte ich es dann trotzdem mit meinem 50 km-Überlandflug, den ich noch für meine Ausbildung brauche. Bei geringer und unrunder Thermik arbeitete ich mich Stück für Stück vorwärts in Richtung Chauvigny. Diesen Flugplatz im Süden hatte ich mir mit meinem Fluglehrer als Ziel ausgesucht. Nach dem ich zweimal fast außenlanden musste, schaffte ich es dann doch noch und landete glücklich in Chauvigny. In alter Segelfliegermarnier wurde ich dort freundlich von den Franzosen empfangen.
1.5h später wurde ich dann von meinen Vereinskameraden mit dem Hänger eingesammelt und bekam zum Empfang ein kühles Bier gereicht. So lässt sich das Leben doch genießen oder?
An dieser Stelle noch einmal ein Dankeschön an Volker, Kristina und Thomas, die mich zurückgeholt haben.


©Fotograf: Noah Lichter
Landung in Chauvigny nach erfolgreichem 50 km-Flug mit der Ka8

Auch die Anderen hatten schöne Flüge. An den Tagen, an denen man dann mal nicht im Flieger saß, machten wir Entspannungsurlaub. Bei Gesellschaftsspielen oder im Pool und mit einem kühlen Bier oder Glässchen Wein machten wir es uns gemütlich.

Zu Beginn der zweiten Woche brach dann leider das schöne Wetter zusammen. So saßen wir von Sonntag bis Donnerstag bei heißem, streckentechnisch nicht nutzbarem Wetter am Boden fest. Aber auch das überlebten wir. Schnell wurden weitere Spiele ausgepackt. Hoch im Kurs stand Ennos „Big Deal“, das wir dann rauf und runter gespielt haben.


©Fotografin: Irene Kesper
Traditioneller Empfangsabend durch den Präsidenten
des Flugplatzes

Nach zwei Wochen ging es dann am Samstag, den
15.08.2020, wieder in Richtung Heimat. Abends
machten wir wieder einen Zwischenstopp in
Écury-sur-Coole, wo wir herzlichst mit
Champagner empfangen wurden. Herrlich war das!

Zusammenfassend war das ein toller Urlaub!
Ich habe meine ersten Überlandflugerfahrungen
gemacht und konnte noch einmal eine schöne Zeit
mit den Leuten aus unserem Verein verbringen,
bevor es für mich dann bald nach Berlin zum
Studieren geht.


©Fotografin: Irene Kesper

Gemütliches Abendessen mit unserer Gruppe


Alle die das hier jetzt lesen, noch keine Segelflieger sind und sich jetzt so denken: Boah, das klingt geil! Denen kann ich nur empfehlen: Kommt mal vorbei und fliegt mit! Es lohnt sich. Segelfliegen ist wirklich
ein geiles Hobby :).

 

von Noah Lichter