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Aktuelles
Pfingstlehrgang 2018 | Drucken |
Montag, 18. Juni 2018 um 19:13
Fliegen bis die Gewitter kommen!

Seit vielen Jahren veranstalten wir um Pfingsten ein zweiwöchiges Fluglager auf “unserem” Flugplatz, der Dahlemer Binz. Dabei können wir Arbeit, Studium oder Schule mal für zwei Wochen vergessen und uns ganz auf das Fliegen konzentrieren und sind nachher um viele spannende Erfahrungen reicher.

©Fotograf: Mathis Schmid
Abendstimmung auf der Binz

In diesem Jahr hatten wir fast zwei Wochen lang das gleiche Wetter, unterbrochen lediglich von leichten Variationen. Es war kaum Wind und die Luftmasse wollte sich einfach nicht weg bewegen. Man könnte es auch “Cantina - Wetter” nennen[1]. So hatten wir fast jeden Tag eine mehr oder weniger feuchte, labile Schichtung mit Gewittern am Nachmittag.

Nichtsdestotrotz sind wir trotzdem viel geflogen! Bedingt durch das für den Überlandflug eher maue Wetter, hatten die Flugschüler reichlich Gelegenheit, sich so lange die Hucke voll zu fliegen, bis die Erschöpfung zu groß oder das Gewitter zu nah war. So konnten vor allem die frisch eingetretenen Mitglieder viel Flugerfahrung sammeln und große Fortschritte machen. Auch David konnte die hohe Startzahl nutzen und sich nach über einjähriger Abstinenz wieder frei fliegen.

Während des Gewitterregens hatten wir reichlich Zeit, den notwendigen anderen Aktivitäten nachzugehen. Dazu zählten das tagelang aufgeschobene Spülen des Geschirrs, zaghafte Versuche, ein bisschen Ordnung in der Box zu schaffen, der Bau neuer Vorseile, neues Feuerholz hacken,  Akquise neuen Geschirrs für den Verein (Plünderung eines zu verschrottenden Wohnwagens), Tausch der Steuerseile der Ka8 - Kupplung (zweimal) und natürlich das obligatorische Schrauben an der Winde.

An ein paar Tagen war der Wettergott dann aber doch auch den Überlandfliegern gnädig, was wir reichlich ausgenutzt haben. An einem Tag mit niedriger Wolkenbasis sind Stefan, Klaus, Hilke und ich Überland geflogen. Dabei hatten wir mit schwacher Thermik und der geringen Höhe zu kämpfen, lediglich Klaus und Hilke in der DG1000 haben es wieder zurück zum Platz geschafft. Stefan hat seine erste Außenlandung nach 150km Flugstrecke auf der Ka8 gemeistert. Ich musste mit der ASW20 ebenfalls auf einem Acker landen. Im Feld vor mir lag schon eine Ka6 aus Düren und wir konnten uns über das schwierige Wetter austauschen.

An einem anderen Tag kamen dann auch noch längere Flüge zustande. Timo ist mit der Ka8 140 km geflogen und hat dabei festgestellt, dass sie trotz ihres hohen Alters doch deutlich besser gleitet, als er gedacht hatte. Im hügeligen Eifelgelände hat er sich dann am Ende seines Fluges einen Acker in der Nähe der belgischen Grenze aussuchen müssen und ist dort sicher außengelandet. Bei dem folgenden Abbau des Flugzeugs zum Rücktransport zur Binz gab es einige Interessierte Zuschauer…

© Fotograf: Stefan Wischmann
Zuschauer beim Abrüsten

An diesem Tag habe ich in der ASW20 mit 350km meinen bislang weitesten Flug gemacht, bei dem ich das massive Ansteigen der Basis im Verlaufe des Tages eindrucksvoll beobachten konnte. Hilke ist mit der LS4 zwar deutlich später gestartet, konnte aber trotzdem noch einiges an Strecke machen (170km) und bei einem magenfreundlichen Flug die hohe Basis genießen.


©Fotograf: Samuel Möller
Überlandfliegen mit einer Wolkenbasis wie man sie sich wünscht

Als die Thermik an einem Tag erst richtig spät startete, konnte Klaus dies optimal nutzen und hat es geschafft, mit der Ka8 165km mit einem 60er Schnitt zu fliegen. Für das alte Schätzchen eine echte Leistung! ...also, das Flugzeug!

In den letzten vier Lehrgangstagen fand dann noch der Binz-Cup statt. Dies ist ein Wettbewerb, an dem alle heimischen und befreundeten Flieger der Binz teilnehmen können. Auch die FTHA war wieder vertreten!
Leider gab es von vier möglichen Flugtagen nur einen einzigen Wertungstag. Dies hat uns natürlich in keinster Weise vom traditionellen gemeinsamen Burger- und Reibekuchen-Essen abgehalten! Der Dank gilt dem Orga-Team und all seinen Unterstützern!!

Aus unserem Verein haben Timo (Ka8), Wolfgang und Rebar (DG1000) und Axel(ASW20)  teilgenommen. Aufgrund des Wetters gab es schlussendlich nur einen Wertungstag, den Axel mit ca. 200km auf der ASW20 für sich entscheiden konnte. An diesem Tag ist Timo in Daun gelandet und konnte sich von den Urlaubsqualitäten des  Dauner Flugplatzes und seiner Umgebung überzeugen. Am Ende des Binz-Cups gab es wieder das gemütliche Reibekuchen Essen, bei dem man sich mit Piloten der anderen Vereine auf der Binz austauschen kann.


©Fotograf: Samuel Möller
Am langen Tisch...

Abgesehen vom Fliegen hatten wir auch so eine Menge Spaß. Fast jeden Abend konnten wir grillen und den Tag am Lagerfeuer ausklingen lassen. Dabei wurden auch wieder Fliegerlieder mit Gitarren angestimmt oder Saxophon-Improvisationen gelauscht. Falls danach dann immer noch Energie übrig war, konnte man sich beim Frisbee spielen bis zur Dunkelheit so richtig auspowern.
Wir freuen uns schon auf unseren Sommerlehrgang auf der schwäbischen Alb (Ende der Vorlesungszeit/Anfang der vorlesungsfreien Zeit)!


[1] https://www.youtube.com/watch?v=VmUGe8KDdGI

von Samuel Möller

 


 
ILA 2018 | Drucken |
Donnerstag, 03. Mai 2018 um 17:55

ILA Berlin 2018

Alle zwei Jahre findet in Berlin mit der Internationale Luft- und Raumfahrtausstellung die in Deutschland größte Luftfahrtmesse statt. Vom 25. bis 29. April war es wieder so weit. Das wollten wir uns nicht entgehen lassen und so machten sich freitags vier Luftfahrtverrückte auf den Weg in Richtung Berlin. Nach Übernachtung und Frühstück im Airbnb standen wir dann Samstag morgens mit zehnttausenden anderen Besuchern vor dem noch nicht eröffneten BER. Da die Einlasskontrolleure anscheinend etwas von der Besucheranzahl überfordert waren, kamen wir gerade so rechtzeitig für die Flugvorführung der Patrulla Aguila rein. Die Patrulla Aguila (Adlerpatrouille) ist die Kunstflugstaffel der spanischen Luftwaffe und fliegt sieben Jettrainer CASA C-101 Aviojet in ziemlich präziser und vor allem enger Formation. Das Wetter spielte perfekt mit; kaum Wind und Sonnenschein sodass der Rauch der Flugzeuge schön lange und stabil in der Luft stehen blieb und sichtbar war.


©Fotograf: Ivo Zell
Patrulla Aguila

Neben der Patrulla Aguila hatte das ganztägigen Flugprogram noch viele andere Highlights zu bieten. Darunter schön laute Eurofighter, zwei Eurocopter Tiger, die zeigten, dass auch mit Hubschraubern Kunstflug möglich ist und ein erstaunlich wendiger und vor allem leiser Airbus A350.

Nicht nur die beeindruckenden Flugvorführungen, auch das Static Display hatte einiges zu bieten. So war das größte Flugzeug der Welt, die Antonow An-225 spontan angereist. Die Dimensionen des 6-strahligen Transportflugzeuges sind einfach nur beeindruckend. Airbus war neben dem A350 mit seinem Spezialtransportflugzeug Airbus Beluga und A400M vertreten.


©Fotograf: Ivo Zell
Flugzeuge soweit das Auge reicht


©Fotograf: Ivo Zell
F-35A

©Fotograf: Marius Epping
Antonow A-225

Das erste Mal in Deutschland zu sehen waren der Stealth-Fighter Lockheed Martin F-35A und der japanische Seefernaufklärer Kawasaki P-1.In die meisten Maschinen konnte man zumindest in den Frachtraum (und mit meistens viel zu langer Warteschlange ins Cockpit) und eifrig Fragen stellen, welche von den Piloten und Technikern gerne und sehr offen beantwortet wurden.

Ein besonderer Dank gilt Stefan, welcher den Ausflug initiiert und uns sicher nach Berlin und zurückgebracht hat.

So, wer hat Lust und kommt mit zur ILA 2020?

 

von Ivo Zell

 


 
Ehemaligentreffen im Ruhrpott | Drucken |
Sonntag, 15. April 2018 um 07:46
Die Ruhrgebietsmafia in Oberhausen

Das alljährliche Treffen ehemaliger Flieger der FTHA und deren Angehörigen fand am 25. März 2018 bei strahlendem Sonnenschein statt. Wir trafen uns diesmal zum gemeinsamen Schlemmen im schönen Oberhausener Schloss. Anschließend spazierten wir durch den Kaisergarten-Park, in dem schon einiges blühte, und überquerten den Rhein-Herne-Kanal über die Fußgängerbrücke namens Slinky Spring to Fame. Sie ist ein begehbares Kunstwerk und sieht aus wie eine langgezogene Treppenläuferspirale, wie man sie als Kinderspielzeug kennt. Nach Kaffee und Kuchen im Schloss gab es noch die Gelegenheit, in den nahegelegenen Gasometer zu gehen und die neueste Ausstellung „Der Berg ruft“ zu erleben. Es wurde wieder viel erzählt und gelacht. Für die abermals gute Organisation des Treffens sei an dieser Stelle Klaus und Doris herzlich gedankt.

Und wer sich jetzt sagt: „ Wieso erfahre ich das erst jetzt und warum weiß ich nix von diesem Geheimbund? Ich wäre doch auch mal mitgegangen und hätte die alten Säcke gerne wiedergetroffen!“, dem sei hier kurz erläutert, wie es zu diesem Clübchen kam. Eine kleine Anzahl Piloten hat ihren familiären Background irgendwo im Pott und irgendwann ergab es sich, dass die sich regelmäßig trafen. Das Treffen heißt daher auch eigentlich Ruhrgebietsmafiatreffen. Sie sind aus Borken, Bottrop, Dortmund, Essen uvm. Irgendwann kam mit Mönchengladbach der Niederrhein dazu und in Aachens Umgebung gebliebene Flieger kamen natürlich auch. So ein schöner Tag beginnt immer mit Brunch oder Mittagessen. Es folgt irgendeine interessante Location in der Nähe. Das kann eine Stadtführung sein, eine Ausstellung, der Landschaftspark Duisburg usw. Voraussetzungen sind eigentlich nur Interesse an einem schönen gemeinsamen Tag mit alten Fliegerfreunden und graue Haare. Wer also nächstes Mal gerne eine Einladung hätte, schreibt an: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können. . Und wer nicht so lange mit dem Wiedersehen warten mag, dem sei unser SommAIRfest am 30. Juni 2018 wärmstens ans Herz gelegt.


©Fotograf: Karl-Heinz
Ehemalige nach gemeinsamen Schlemmen

von Irene Kesper



 
Generationswechsel in unserem Vorstand und Ehrung von Otto Wagner | Drucken |
Sonntag, 04. März 2018 um 12:35
Frischer Wind und Ehrung einer Meisterleistung

Auf der vergangenen Jahreshauptversammlung des Vereins stand die Neuwahl des Vorstandes auf der Tagesordnung.

Aus Altersgründen hat sich der amtierende Vorsitzende Otto Wagner nicht zur Wiederwahl gestellt.
Das Amt des ersten Vorsitzenden wird in Zukunft von Dr. Thomas Mannel geführt werden. Marc Franz wurde von der Versammlung zum zweiten Vorsitzenden gewählt.

Die Mitglieder der FTHA haben beschlossen, Otto Wagner die Ehrenmitgliedschaft zu verleihen und zum Ehrenvorsitzenden zu wählen.

Otto ist seit 1970 Mitglied der FTHA und seit 1979 aktiv im Vorstand des Vereins. Seit 1991 ist er gewählter und mehrfach bestätigter 1. Vorsitzender.


©Fotograf: Hilke Mannel
Ehrung von Otto Wagner durch Dr. Thomas Mannel

Bis heute ist Otto aktiver Segelflugpilot und hat als solcher stets eine Brücke zwischen Breiten- und Leistungssport geschlagen. Sichtbar wird dies in den regelmäßigen guten Platzierungen des Vereins im dezentralen Streckenflug-Wettbewerb.Eine wahre Meisterleistung hat er über die Jahre in der erfolgreichen Sach- und Geldmittelakquise betrieben. Ohne ihn wäre unsere heutige Ausstattung von Flugzeugpark und Werkstatt undenkbar.Durch die Förderung der studentischen Mitglieder, gleich welcher Nation und Herkunft, hat Otto es geschafft, viele junge Leute dauerhaft mit dem Luftsport zu verbinden. Für Ihn ging diese Förderung selbstverständlich über den Vereinssport hinaus, z.B. durch die Vermittlung von Praktika und Stellenangeboten.

Mit großem Geschick und einem guten Gespür für Machbares und Erreichbares, hat Otto es in unzähligen Verhandlungen mit dem Flugplatzbetreiber, den Luftaufsichtsbehörden und den Partnervereinen geschafft, im partnerschaftlichen Umgang oft optimale Ergebnisse zu erzielen.

Seine aber sicherlich herausragendste Leistung ist es, dass er es über Jahre geschafft hat, als integrierendes Element zwischen unserer „jungen wilden Generation“ und den „Alteingesessenen“ zu wirken. Durch sein besonnenes Auftreten, seine unerschütterlich ruhige Art und seine stetige Offenheit gegenüber Neuem hat er es (fast) immer geschafft, den unvermeidlichen Konflikten die Schärfe zu nehmen. So hat er maßgeblich zur positiven Grundstimmung des Vereins und auch für dessen gute Mischung aus Dynamik und Bodenständigkeit beigetragen.

Aus der Vereinsgeschichte ist Otto nicht wegzudenken und erhält aufgrund aller oben genannten Punkte (und vieler weiterer, die diesen Rahmen sprengen würden), den Ehrenvorsitz in der FTHA. Er wird uns für die Zukunft als aktives Vereinsmitglied und als Berater des Vorstandes erhalten bleiben.

Von Thomas Mannel und Hilke Mannel

 


 
Hexentreffen 2018 | Drucken |
Montag, 05. Februar 2018 um 00:00

Hexentreffen 2018 – Wir waren dabei!

Am Wochenende vom 26. Bis zum 28.1.2018 war es wieder soweit: Hexentreffen!

Schon das 44. Mal fand diese Veranstaltung nun schon statt, doch diesmal mit einem ganz besonderen Vorteil für uns: Alle Hexen trafen sich in Aachen. Somit war allen Damen der FTHA schon bei der Bekanntgabe des Termins klar: „Da müssen wir hin!“

Aber was ist das überhaupt? Hexentreffen?
Einmal im Jahr treffen sich alle deutschen LuftsportlerINNEN für ein Wochenende, um sich untereinander auszutauschen, neue Kontakte zu knüpfen und all die Kontakte zu pflegen, die sonst immer viel zu weit weg wohnen.

In diesem Jahr stellte die Fachhochschule Aachen ihre Räumlichkeiten zur Verfügung.


©Fotograf: Angelika Rebischke (LVA)
Die Hexen im Hörsaal der FH Aachen
Neben einem sehr interessanten Vortrags- und Workshop-Programm hatten wir so auch die Möglichkeit, spannende Einblicke in die verschiedenen Labore der Fachrichtung Luft- und Raumfahrttechnik zu bekommen. Allen waren sich einig: Da bekommt man doch nochmal richtig Lust, hier ein Studium anzufangen!

Das diesjährige Treffen stand unter dem Motto „Fliegen – Familie – Forschung/Beruf: Wir wollen alles“. So hörten wir unter anderem Vorträge von Judith Spoerl über das Leben als Mutter, Fluglotsin und Pilotin, von Yvonne Dathe zum Thema „Mentales Training“ und von Sarah Hamacher über den Spagat zwischen Familie und Ingenieursberuf. Wir haben alle sehr viel mitgenommen!

Nach einem doch ziemlich eng geplanten Tag, trafen sich noch alle Hexen zum gemütlichen Hexensabbat im Restaurant Hangeweiher. Es wurde viel erzählt, gegessen und vor allem haben wir wieder viele nette Fliegerinnen kennen gelernt.

Dieser Kurzbericht gibt wirklich nur eine sehr, sehr knappe Darstellung des äußerst gelungenen Wochenendes wieder. In Wirklichkeit war es viel besser als hier beschrieben (z.B. habe ich garnichts über das Treffen in der Jugendherberge am Freitag und die gemeinsame Stadtführung am Sonntag erzählt)! Ein großer Dank gilt dem Orga-Team! Wir wollen in jedem Fall in den nächsten Jahren wieder dabei sein!

©Fotogtraf: Peter Dahmann (FH Aachen)
Hexen im Triebwerkslabor der FH
©Fotograf: Irene Kesper
Die Hexen der FTHA beim Hexensabbat

 

von Hilke Mannel