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Aktuelles


Fliegen an Ostern 2019 | Drucken |
Montag, 15. Juli 2019 um 19:29

Ostern ist schon einige Zeit her, aber ich wollte euch dennoch diesen Bericht nachreichen, von dem Wochenende, dass ich in so schöner Erinnerung behalten habe.

Für mich war es das erste Flugwochenende dieser Saison. Die anderen hatten schon eine Woche vorher angefangen - und nach allem was ich gehört hatte, war das ein genialer Saisonanfang gewesen. Ein eingespieltes Team packte voller Tatenfreude all die Dinge an, die zu Saisonbeginn zu erledigen sind, alles funktionierte auf Anhieb reibungslos und auch das Wetter spielte mit, so dass an diesem Wochenende bereits so einige Kilometer - wenn auch nur im Gleitbereich um den Platz - geflogen wurden.

Die Woche vor Ostern war geprägt durch den Einfluss eiskalter Luftmassen vom Nordpolarmeer. Ich erinnere mich noch daran, wie ich die Leute in Aachen reihenweise habe stöhnen hören über die Eiseskälte und dass der Winter doch bitte endlich vorbei sein solle. Ich selber wusste es damals aber schon besser und freute mich bereits wie ein Kind wegen der kalten, trockenen Luftmasse - denn sie wird uns strahlend blauen Himmel und Sonnenschein bescheren.

Am Freitag war es dann so weit. Ich packte endlich wieder all die Dinge zusammen, die ich zum Fliegen brauche, meine Papiere, Karten, Klamotten, Essen, Fliegerhut und, nicht zuletzt, meine Sonnenbrille und Sonnencreme. Der Kasten Bier wurde in Moses' Bulli verstaut, mein alter Lattenrost ebenfalls, denn der sollte "thermisch verwertet" werden. Dazu ein bisschen Werkzeug, dass ich für die LS4 brauchen würde. Dann schwang ich mich auf's Motorrad und machte mich auf zur Dahlemer Binz.

Der Freitag war der erste Tag für die frisch lackierte LS4 auf der Binz. Samu und ich waren überstolz. Zusammen mit Chrissi und Irene haben wir die Wägung in Halle 6 durchgeführt und danach den letzten Papierkram mit unserem Prüfer Willi abgehandelt. Damit war es offiziell - das Projekt war vollbracht.

©Fotograf: Timo Sirinyan
Die LS4 fliegt mit neuer Lackierung!

Eigentlich wollte ich an dem Tag auch direkt einmal LS4 fliegen, aber zunächst einmal stand der obligatorische Überprüfungsstart mit Fluglehrer an. Franz-Josef zerriss mir auch prompt einmal das Seil, ich reagierte gut, wir kamen heile wieder auf den Boden der Tatsachen - puh, fliegen kann ich offenbar noch. Jedenfalls war Franz-Josef zufrieden und somit stand dem ersten Alleinstart nichts mehr im Wege.

Mittlerweile war die LS4 mit Samu schon fest verwachsen - dieser flog sie gleich einmal drei Stunden um die Binz. Eine Ersatzbefriedigung musste her - und die war mit der DG1000 schnell gefunden. Zusammen mit Irene machte ich einige Doppelsitzerstarts und war zufrieden.

Der Samstag war, wie der Sonntag dann auch, geprägt von kräftiger Thermik - die sich allerdings vollständig versteckte, der Himmel war komplett blau. Ich selber war in der ASW20 unterwegs, freute mich zunächst über kräftige Steigwerte und hohe Arbeitshöhen, flog mit ihr im Gleitbereich bis fast an den Rursee - nur um auf dem Rückweg durch ein ausgedehntes 4 m/s Sinkgebiet zu fliegen und schon zu befürchten nicht über den Wald nördlich der Binz zu kommen, wenn es dort auch so "saufen" würde. Oh oh, drohte da etwa schon die erste Außenlandung der Saison? Obwohl ich überhaupt nicht Überland war? Nicht gut. Immerhin hatte ich zuvor mit der ASW20 schon einen Jojo gemacht und hatte sie souverän und kurz gelandet. Mein Stresslevel hielt sich in Grenzen - zur Not ist es halt besser der Acker, als dass ich riskiere in den Bäumen zu landen. Dennoch war ich froh, dass ich schließlich nördlich der Waldkante die rettende Thermik finden konnte - und damit auch meinen Flug weiter fortsetzen konnte. Segelfliegen ist halt wirklich ein ständiges Wechselbad der Gefühle.

Franz-Josef flog an diesem Tag 222 OLC km in seiner LS3 Überland - überhaupt fielen an diesem Tag so einige gute und lange Flüge und auch die Schüler bewiesen ihr thermisches Geschick: Georg mit einer guten Stunde LS4, Philippe mit ein und einer dreiviertel Stunde in der Ka-8 und schließlich Rebar mit ganzen drei Stunden in der LS4. Ja, lieber Rebar, der Schein ist überfällig!

©Fotograf: Timo Sirinyan
Der Osterhase versteckt die Eier - überall!

Am Abend wuchsen zwei Fliegern in der Bierlaune am Lagerfeuer lange Ohren und sie beschlossen den Osterhasen zu machen. Sechs bunte Eier waren vorhanden und es wurde an Süßigkeiten aufgetrieben, was sich finden ließ. In einer Nacht- und Nebelaktion fuhren sie im Seillepo auf den Platz und versteckten in der Winde und in jedem unserer Flugzeuge jeweils ein Osterei und verschiedene süße Leckereien.

Es war Ostersonntag und die Flieger staunten nicht schlecht, als sie zunächst eine vom Winglet der DG-1000 baumelnde Latte-Machiato Schokolade entdeckten. Suchlaune kam auf und so begann der Tag fliegerisch-osterlich und mit bester Laune. Die haben wir natürlich direkt mal für ein Gruppenfoto genutzt. Danke an Laurin von der Akaflieg Köln für's Fotografieren und an dieser Stelle auch noch einmal herzlichen Glückwunsch zur bestandenen Luftfahrerschein Prüfung!

Thermisch war der Sonntag genauso gut wie blau wie der Samstag - wir alle genossen die sagenhaften Steigwerte gepaart mit der hohen Basis und fürchteten uns vor den großen Sauflöchern - aber hey, man wächst mit der Herausforderung. Fluglehrer Franz-Josef bewies uns sein Können und legte mit 326 OLC km nochmal eine Schippe drauf. Am Boden war stets beste Laune angesagt und eines ist auch festzuhalten: wir mussten uns alle eincremen und sind braun geworden - und das im April! Was kann man sich für ein besseres Osterwochenende wünschen?

 

©Fotograf:  Laurin Schattke
Bestes Wetter an Ostern - und viele Flieger genießen die ersten Tage der Saison!

 

von Timo Sirinyan

 
Oehna 2018 | Drucken |
Montag, 10. Dezember 2018 um 15:40

Höhen (!)  und Tiefen

Es begann mit schweißtreibenden Hinfahrten – man erinnere sich an die hochsommerlichen Temperaturen -, immerhin kamen dann bis zum Sonntagabend alle 4 Teilnehmer (Wolfgang, Moses, Axel mit Familie, Helmut) und die beiden Flugzeuge (DG1000, ASW20) wohlbehalten auf dem kleinen Flugplatz bei Oehna/Zellendorf an.

Die Ferienwohnungen ließen sich angenehm kühl halten, wenn man morgens die eingelassene kühle Nachtluft gegen die Tageshitze durch Verschlusshaltung von Türen und Fenstern abschirmte. Aber auch in den "Bullis" ließ es sich noch aushalten.


©Fotografin: Eva Voigt
Entspanntes Ankommen

Der erste (allgemeine) Flugtag (Mo. 20.08.) brachte erstmal kein Segelflugwetter („keine nutzbare Thermik“); da blieb nur Einrichten, Gammeln – oder auch Motorsegler- und Ultraleicht-fliegen.

Dafür gab es an den folgenden 3 Tagen „Hammerwetter“ mit Flügen von jeweils 3 bis 5 Std. /  200 bis 350 km / Höhen 2000 bis 3000 m (am Do).  Da der Donnerstag mit einem Gewitter endete, galt es rechtzeitig zu landen und die Flugzeuge abzurüsten und in die Hänger zu bringen – was auch gelang, bevor eine mächtige Böenwalze mit einem Sandsturm den Platz erreichte.

An den nächsten beiden Tagen musste man wettermäßig einige Abstriche machen; trotzdem reichte es für Flüge von  >1 Std . WD konnte seine UL-Schleppberechtigung wieder aktivieren, so dass wir unabhängig von weiteren Hilfen mit der Peregrine jederzeit in die Luft kamen.Am Sonntag, dem 26.08., wurde dann bestes Überlandflug-Wetter erwartet. Wolfgang und Moses mit der DG1000 und Axel mit der ASW20 gingen auf 500er-Strecke (bis zum Harz, westlich Leipzig bis südlich Jena, dann nach Osten bis Meißen und östlich Leipzig wieder Richtung Cottbus, und zum Schluss nochmal ein Abstecher nach Westen bis kurz vor Gentin) und absolvierten schließlich (alle) nach ca. 8h mehr als 600 km.

Am vorherigen Dienstag (21.08.) war Horst (Otto)  mit seinem Gyrokopter zu einer Stippvisite angekommen. Er blieb eine Woche und reihte sich in den Flugbetrieb ein. Auch musste er auf die Lieferung eines Ersatzteils warten, ohne das er seinen Rückflug nicht antreten konnte. Zu Beginn der zweiten Woche kam Stefan Wischmann zu uns. Er wollte und konnte mit WD ungestört das ganze Vorbereitungsprogramm zu seinem Fluglehrer-Lehrgang (vor allem die F-Schlepps) durchexerzieren.

Das Flugwetter der ersten Tage der zweiten Woche war nicht so berauschend wie in der vorangegangenen; trotzdem konnte man mehrere Stunden im erweiterten Platzbereich (30 – 50 km –Radius) ohne Außenlanderisiko fliegen.

Am Freitag (unserem letzten Flugtag) lockte dann noch einmal Überland-Wetter (wenn auch spät einsetzend) zu einer größeren Strecke. WD und HelHel flogen über Lüsse und Brandenburg weiter nach NW, mussten dann aber wegen der dort aufgrund von Abschirmungen schwächeren und unzuverlässigeren Thermik nach W abdrehen zu einem weiten Bogen westlich um Magdeburg, und gerieten dann beim Rückflug unter eine weiträumige Abschirmung, so dass es nur noch langsam voran ging. Zu später Tageszeit (ca. 18.30 Ortszeit), bei Dessau etwa 40 – 50 km vor Oehna,  ohne anfliegbare Thermik, sahen sie sich gezwungen, eine Außenlandemöglichkeit ins Auge zu fassen. WD kitzelte behutsam aus der ruhigen, fast stabilen Luft beharrlich das kleinste Bisschen Steigen heraus, so dass wir – dank eines leichten Rückenwindes-  auch mit Nullschiebern unserem Ziel langsam näher kamen. Vor dem letzten zu überwindenden großen Waldstück vor dem Platz gab es dann doch noch ein ganz schwaches Steigen, so dass wir mit viel Geduld die sichere Endanflughöhe erreichten und schließlich nach insgesamt ca. 350 km noch entspannt den Platz erreichten.

Am folgenden Tag mussten wir leider bei immer noch gutem Wetter die Heimreise antreten, aber wir konnten in den beiden zurück liegenden Wochen viele Flugstunden und Streckenkilometer erfliegen.  Auch das Grillen und Singen am Lagerfeuer war nicht zu kurz gekommen.

Generell bleibt festzustellen, dass die beiden Flugwochen (wiederum) stressfrei, in völliger Entspannung und angenehmer Atmosphäre verliefen, was auf die geringe Anzahl der Teilnehmer, die Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft aller Leute am Flugplatz, die Unkompliziertheit aller Abwicklungen, Lage und Gestaltung des Platzes (Spielpark, Swimmingpool, Restaurant) und – nicht zuletzt – das gute Flugwetter zurückzuführen ist.


von Helmut Hellebrand

 


 
Pfingstlehrgang 2018 | Drucken |
Montag, 18. Juni 2018 um 19:13
Fliegen bis die Gewitter kommen!

Seit vielen Jahren veranstalten wir um Pfingsten ein zweiwöchiges Fluglager auf “unserem” Flugplatz, der Dahlemer Binz. Dabei können wir Arbeit, Studium oder Schule mal für zwei Wochen vergessen und uns ganz auf das Fliegen konzentrieren und sind nachher um viele spannende Erfahrungen reicher.

©Fotograf: Mathis Schmid
Abendstimmung auf der Binz

In diesem Jahr hatten wir fast zwei Wochen lang das gleiche Wetter, unterbrochen lediglich von leichten Variationen. Es war kaum Wind und die Luftmasse wollte sich einfach nicht weg bewegen. Man könnte es auch “Cantina - Wetter” nennen[1]. So hatten wir fast jeden Tag eine mehr oder weniger feuchte, labile Schichtung mit Gewittern am Nachmittag.

Nichtsdestotrotz sind wir trotzdem viel geflogen! Bedingt durch das für den Überlandflug eher maue Wetter, hatten die Flugschüler reichlich Gelegenheit, sich so lange die Hucke voll zu fliegen, bis die Erschöpfung zu groß oder das Gewitter zu nah war. So konnten vor allem die frisch eingetretenen Mitglieder viel Flugerfahrung sammeln und große Fortschritte machen. Auch David konnte die hohe Startzahl nutzen und sich nach über einjähriger Abstinenz wieder frei fliegen.

Während des Gewitterregens hatten wir reichlich Zeit, den notwendigen anderen Aktivitäten nachzugehen. Dazu zählten das tagelang aufgeschobene Spülen des Geschirrs, zaghafte Versuche, ein bisschen Ordnung in der Box zu schaffen, der Bau neuer Vorseile, neues Feuerholz hacken,  Akquise neuen Geschirrs für den Verein (Plünderung eines zu verschrottenden Wohnwagens), Tausch der Steuerseile der Ka8 - Kupplung (zweimal) und natürlich das obligatorische Schrauben an der Winde.

An ein paar Tagen war der Wettergott dann aber doch auch den Überlandfliegern gnädig, was wir reichlich ausgenutzt haben. An einem Tag mit niedriger Wolkenbasis sind Stefan, Klaus, Hilke und ich Überland geflogen. Dabei hatten wir mit schwacher Thermik und der geringen Höhe zu kämpfen, lediglich Klaus und Hilke in der DG1000 haben es wieder zurück zum Platz geschafft. Stefan hat seine erste Außenlandung nach 150km Flugstrecke auf der Ka8 gemeistert. Ich musste mit der ASW20 ebenfalls auf einem Acker landen. Im Feld vor mir lag schon eine Ka6 aus Düren und wir konnten uns über das schwierige Wetter austauschen.

An einem anderen Tag kamen dann auch noch längere Flüge zustande. Timo ist mit der Ka8 140 km geflogen und hat dabei festgestellt, dass sie trotz ihres hohen Alters doch deutlich besser gleitet, als er gedacht hatte. Im hügeligen Eifelgelände hat er sich dann am Ende seines Fluges einen Acker in der Nähe der belgischen Grenze aussuchen müssen und ist dort sicher außengelandet. Bei dem folgenden Abbau des Flugzeugs zum Rücktransport zur Binz gab es einige Interessierte Zuschauer…

© Fotograf: Stefan Wischmann
Zuschauer beim Abrüsten

An diesem Tag habe ich in der ASW20 mit 350km meinen bislang weitesten Flug gemacht, bei dem ich das massive Ansteigen der Basis im Verlaufe des Tages eindrucksvoll beobachten konnte. Hilke ist mit der LS4 zwar deutlich später gestartet, konnte aber trotzdem noch einiges an Strecke machen (170km) und bei einem magenfreundlichen Flug die hohe Basis genießen.


©Fotograf: Samuel Möller
Überlandfliegen mit einer Wolkenbasis wie man sie sich wünscht

Als die Thermik an einem Tag erst richtig spät startete, konnte Klaus dies optimal nutzen und hat es geschafft, mit der Ka8 165km mit einem 60er Schnitt zu fliegen. Für das alte Schätzchen eine echte Leistung! ...also, das Flugzeug!

In den letzten vier Lehrgangstagen fand dann noch der Binz-Cup statt. Dies ist ein Wettbewerb, an dem alle heimischen und befreundeten Flieger der Binz teilnehmen können. Auch die FTHA war wieder vertreten!
Leider gab es von vier möglichen Flugtagen nur einen einzigen Wertungstag. Dies hat uns natürlich in keinster Weise vom traditionellen gemeinsamen Burger- und Reibekuchen-Essen abgehalten! Der Dank gilt dem Orga-Team und all seinen Unterstützern!!

Aus unserem Verein haben Timo (Ka8), Wolfgang und Rebar (DG1000) und Axel(ASW20)  teilgenommen. Aufgrund des Wetters gab es schlussendlich nur einen Wertungstag, den Axel mit ca. 200km auf der ASW20 für sich entscheiden konnte. An diesem Tag ist Timo in Daun gelandet und konnte sich von den Urlaubsqualitäten des  Dauner Flugplatzes und seiner Umgebung überzeugen. Am Ende des Binz-Cups gab es wieder das gemütliche Reibekuchen Essen, bei dem man sich mit Piloten der anderen Vereine auf der Binz austauschen kann.


©Fotograf: Samuel Möller
Am langen Tisch...

Abgesehen vom Fliegen hatten wir auch so eine Menge Spaß. Fast jeden Abend konnten wir grillen und den Tag am Lagerfeuer ausklingen lassen. Dabei wurden auch wieder Fliegerlieder mit Gitarren angestimmt oder Saxophon-Improvisationen gelauscht. Falls danach dann immer noch Energie übrig war, konnte man sich beim Frisbee spielen bis zur Dunkelheit so richtig auspowern.
Wir freuen uns schon auf unseren Sommerlehrgang auf der schwäbischen Alb (Ende der Vorlesungszeit/Anfang der vorlesungsfreien Zeit)!


[1] https://www.youtube.com/watch?v=VmUGe8KDdGI

von Samuel Möller

 


 
ILA 2018 | Drucken |
Donnerstag, 03. Mai 2018 um 17:55

ILA Berlin 2018

Alle zwei Jahre findet in Berlin mit der Internationale Luft- und Raumfahrtausstellung die in Deutschland größte Luftfahrtmesse statt. Vom 25. bis 29. April war es wieder so weit. Das wollten wir uns nicht entgehen lassen und so machten sich freitags vier Luftfahrtverrückte auf den Weg in Richtung Berlin. Nach Übernachtung und Frühstück im Airbnb standen wir dann Samstag morgens mit zehnttausenden anderen Besuchern vor dem noch nicht eröffneten BER. Da die Einlasskontrolleure anscheinend etwas von der Besucheranzahl überfordert waren, kamen wir gerade so rechtzeitig für die Flugvorführung der Patrulla Aguila rein. Die Patrulla Aguila (Adlerpatrouille) ist die Kunstflugstaffel der spanischen Luftwaffe und fliegt sieben Jettrainer CASA C-101 Aviojet in ziemlich präziser und vor allem enger Formation. Das Wetter spielte perfekt mit; kaum Wind und Sonnenschein sodass der Rauch der Flugzeuge schön lange und stabil in der Luft stehen blieb und sichtbar war.


©Fotograf: Ivo Zell
Patrulla Aguila

Neben der Patrulla Aguila hatte das ganztägigen Flugprogram noch viele andere Highlights zu bieten. Darunter schön laute Eurofighter, zwei Eurocopter Tiger, die zeigten, dass auch mit Hubschraubern Kunstflug möglich ist und ein erstaunlich wendiger und vor allem leiser Airbus A350.

Nicht nur die beeindruckenden Flugvorführungen, auch das Static Display hatte einiges zu bieten. So war das größte Flugzeug der Welt, die Antonow An-225 spontan angereist. Die Dimensionen des 6-strahligen Transportflugzeuges sind einfach nur beeindruckend. Airbus war neben dem A350 mit seinem Spezialtransportflugzeug Airbus Beluga und A400M vertreten.


©Fotograf: Ivo Zell
Flugzeuge soweit das Auge reicht


©Fotograf: Ivo Zell
F-35A

©Fotograf: Marius Epping
Antonow A-225

Das erste Mal in Deutschland zu sehen waren der Stealth-Fighter Lockheed Martin F-35A und der japanische Seefernaufklärer Kawasaki P-1.In die meisten Maschinen konnte man zumindest in den Frachtraum (und mit meistens viel zu langer Warteschlange ins Cockpit) und eifrig Fragen stellen, welche von den Piloten und Technikern gerne und sehr offen beantwortet wurden.

Ein besonderer Dank gilt Stefan, welcher den Ausflug initiiert und uns sicher nach Berlin und zurückgebracht hat.

So, wer hat Lust und kommt mit zur ILA 2020?

 

von Ivo Zell

 


 
Ehemaligentreffen im Ruhrpott | Drucken |
Sonntag, 15. April 2018 um 07:46
Die Ruhrgebietsmafia in Oberhausen

Das alljährliche Treffen ehemaliger Flieger der FTHA und deren Angehörigen fand am 25. März 2018 bei strahlendem Sonnenschein statt. Wir trafen uns diesmal zum gemeinsamen Schlemmen im schönen Oberhausener Schloss. Anschließend spazierten wir durch den Kaisergarten-Park, in dem schon einiges blühte, und überquerten den Rhein-Herne-Kanal über die Fußgängerbrücke namens Slinky Spring to Fame. Sie ist ein begehbares Kunstwerk und sieht aus wie eine langgezogene Treppenläuferspirale, wie man sie als Kinderspielzeug kennt. Nach Kaffee und Kuchen im Schloss gab es noch die Gelegenheit, in den nahegelegenen Gasometer zu gehen und die neueste Ausstellung „Der Berg ruft“ zu erleben. Es wurde wieder viel erzählt und gelacht. Für die abermals gute Organisation des Treffens sei an dieser Stelle Klaus und Doris herzlich gedankt.

Und wer sich jetzt sagt: „ Wieso erfahre ich das erst jetzt und warum weiß ich nix von diesem Geheimbund? Ich wäre doch auch mal mitgegangen und hätte die alten Säcke gerne wiedergetroffen!“, dem sei hier kurz erläutert, wie es zu diesem Clübchen kam. Eine kleine Anzahl Piloten hat ihren familiären Background irgendwo im Pott und irgendwann ergab es sich, dass die sich regelmäßig trafen. Das Treffen heißt daher auch eigentlich Ruhrgebietsmafiatreffen. Sie sind aus Borken, Bottrop, Dortmund, Essen uvm. Irgendwann kam mit Mönchengladbach der Niederrhein dazu und in Aachens Umgebung gebliebene Flieger kamen natürlich auch. So ein schöner Tag beginnt immer mit Brunch oder Mittagessen. Es folgt irgendeine interessante Location in der Nähe. Das kann eine Stadtführung sein, eine Ausstellung, der Landschaftspark Duisburg usw. Voraussetzungen sind eigentlich nur Interesse an einem schönen gemeinsamen Tag mit alten Fliegerfreunden und graue Haare. Wer also nächstes Mal gerne eine Einladung hätte, schreibt an: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können. . Und wer nicht so lange mit dem Wiedersehen warten mag, dem sei unser SommAIRfest am 30. Juni 2018 wärmstens ans Herz gelegt.


©Fotograf: Karl-Heinz
Ehemalige nach gemeinsamen Schlemmen

von Irene Kesper