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Aktuelles


Le Louroux 2019 | Drucken |
Montag, 23. September 2019 um 10:28

La Grande Nation – auch von ganz oben noch groß

Wer kennt sie nicht, die französischen Schilder mit der Aufschrift RAPPEL? Auf dem zweitägigen Weg nach Süden lernten wir die wahre Bedeutung kennen. Die Nebenstraßen, die Ennos Navi wählte, waren schon eine rappelige Angelegenheit für die Hänger und in Le Louroux angekommen, mussten das bereits vor der Abreise leicht altersschwache BL-Geweih und die Laufschienen im Hängerdach erst mal provisorisch repariert werden. Ohne Werkstatt war das nicht witzig, aber das Mannelmobil hat ja eine erstaunlich umfangreiche Sammlung nützlicher Dinge im Keller und ein Baumarkt war auch nicht weit. Alles andere war gut angekommen.

Auf dem fast schon leeren Campingplatz bekamen wir die bestellten schattigen Wunschplätze, was sich angesichts der ständig wolkenlosen Hochdruckwetterlage als sehr vorteilhaft herausstellen sollte. Es gab nur zwei Möglichkeiten, entweder bei 8° in großer Höhe (legale 3200 m!) schlottern oder bei 37° C am Boden schwitzen. Bis zu fünfmal täglich in den kühlen Pool machte das Leben der Bodenmannschaft  aber erträglich. Selbst eine halbe Stunde vor dem F-Schlepp konnte man noch mal schnell samt Mütze und Sonnenbrille… platschsch

Die verschiedenen Abkühlmaßnahmen in Perfektion:
©Fotografin: Irene Kesper
Die Schirmherrin
©Fotografin: Irene Kesper
Kurz vor dem Start noch mal schnell...platsch!
©Fotografin:
Irene Kesper

Oder so...!

Nach 4 Tagen Dauerflug (Wir sind hier nicht zum Vergnügen!) wurde es langsam anstrengend und so waren Lobo (ii) und ich (BL) froh, als Timo endlich nachkam und uns ablöste. Unseren flugfreien Tag nutzten wir, um uns das mittelalterliche Städtchen Loches am Fluss Indre mit Burg, Schloss, botanischem Garten und malerischen Gässchen endlich einmal von unten anzusehen. Den riesigen klimatisierten Supermarkt dort wieder zu verlassen, fiel uns schon schwer.

Die tägliche Blauthermik setzte immer erst ab dem späten Mittag ein, sodass wir in aller Ruhe frühstücken und den Flug vorbereiten konnten. In der Ka8 kann man übrigens sogar nach der Nase zentrieren. Abbrennende Felder, aber auch der zimtige Duft der trockenen Felder und Wälder, weisen einem den Weg in die Thermikmitte. Nur eine Außenlandung gab es - mit PS - und die war mit Lobo und Cali ratzfatz erledigt, denn Kristina und Thomas lagen rückholfreundlich nur 4 km entfernt. Eisi hat sich mit Enno und PS tapfer durch die Kontrollzonen gekämpft. Nein, nach diesem Trainingslager braucht sie garantiert niemals eine Muckibude.

©Fotografin: Irene Kesper
Sonnenaufgangsstimmung
©Fotografin: Irene Kesper
Gemütliches Frühstück in der Sonne

©Fotografin: Irene Kesper
Mitte rechts: Riechbarer Thermik-Teufel!

©Fotografin: Irene Kesper
Glücklich rausgebastelt


Unsere französischen Gastgeber hatten offensichtlich Spaß an BL. Am Start ergab sich folgender Dialog: Ah, c´est une Ka-six? Mais, non, c´est une Ka-huit. Il´y a Cassis le soir! Der Club lud uns sogar zu einem netten Umtruk mit regionalen Häppchen ein.

Abends haben wir sonst immer gemeinsam gegrillt. Langeweile gab es mit dieser lustigen Gruppe nie. Von den vielen mitgebrachten Spielen haben wir keins gebraucht. Es war ein sehr schöner Spätsommer in angenehmer Atmosphäre, auch weil uns die Franzosen so freundlich aufnahmen, uns täglich ein Wetterbriefing gaben und sogar für nette hübsche Französinnen sorgten.

©Fotografin: Irene Kesper
Je ne parle pas français aber mitte red weiter,
alles was du so erzählst hört sich irgendwie nice an...
©Fotografin: Irene Kesper
Der Flugplatz Le Louroux aus der Vogelperspektive


Gemeinsam sind wir in 11 Tagen über 105 Stunden und 4500 OLC-km geflogen und haben sehr viele wunderschöne Burgen und Schlösser gesehen, die Fußgängern entweder verborgen bleiben oder für die sie ordentlich Eintritt löhnen müssen.

©Fotografin: Irene Kesper
Logis royal de Loches
©Fotografin: Irene Kesper
Chateau de grillemont. Aus der Platzrunde schon zu sehen!

von Irene Kesper


 
Fliegen in Spanien | Drucken |
Mittwoch, 21. August 2019 um 18:20

Während unsere Vereinsflugzeuge derzeit im Fliegerlager in Oehna sowie in Le Louroux (Frankreich) sind, zehren andere noch von den fliegerischen Erlebnissen dieser Saison - so auch Ralf, der über seinen Fliegerurlaub in Spanien mit seinem Privatflieger schreibt:

"Woanders als zu Hause fliegen bildet. Man sieht etwas von der Welt, von oben und von unten. Nette Leute getroffen, sowohl unter den Fliegern als auch im Land selber als auch auf der Fahrt.


©Fotograf: Ralf Hellebrand
Warm, sonnig und gute Thermik - glücklich nach einem anstrengenden Tag

Das Fliegen in Sotos war für mich teilweise eine Herausforderung; Starten und Landen definitiv, aber auch das Fliegen in den Bergen. Dies mit einem Doppelsitzer mit einem erfahrenen Fliegerkameraden, wohl nicht erfahren in dem Gebiet, aber insgesamt und auf dem Nimbus, hat viel Anspannung genommen und damit eine steile Lernkurve und letztendlich viel Entspannung und Spaß gegeben. Darüber hinaus ist fliegen und Urlaub mit Manfred insgesamt entspannt und schön.

Wir hatten für spanische Verhältnisse kein Hammerwetter, aber konnten einen Eindruck davon gewinnen, wie es sich fliegt, wenn die Wetterlagen großräumiger sind als bei unserem Aufenthalt. Dem Spaß am Fliegen hat das aber keinen Abbruch getan.

Kurz zusammengefasst:

  • Viel Gesehen
  • Viel Gelernt
  • Viel Geflogen
  • VIEL SPASS GEHABT!"
Den ausführlichen Bericht mit vielen Bildern und kurzweiligen Tagesberichten gibt es hier - kleiner Teaser:

"Nun macht es richtig Spaß, OLC berechnet später eine negative Gleitzahl, wir fliegen zwei Schenkel a 80 km mit insgesamt nur einem Kreis. Ergo, es geht auch „OHNE“ Kreisen! 163 km mit 155 km/h in bis zu 4300m. Teilweise 220km/h airspeed mit immer noch Steigen und 284 km/h groundspeed. SPAAASSSS!!!
Was für ein Flug … 585 km mit 114 km/h Schnitt. Das wir das Dreieck nicht geschlossen haben, interessiert uns grad garnicht. Grinsend gehen wir in den Abend über."

Wenn euch die Begeisterung angesteckt hat: Alle Infos zum Fliegen (und zur Ausbildung) gibt's bei unserem Vereinstreffen - donnerstags um 20:00 Uhr in der Lochnerstraße 4-20.

von Ralf Hellebrand


 
Breitenförderungskurs Gebirgsflug in Samedan 2019 | Drucken |
Montag, 22. Juli 2019 um 10:53

Mein Traum vom Fliegen im Gebirge – Plötzlich Wirklichkeit

BFK Gebirgsflug – Was ist das überhaupt? Mir jedenfalls sagte das bis vergangenen Winter noch Garnichts! Deshalb hier eine kurze Erklärung:

Der Segelflugverband der Schweiz richtet mehrere, sogenannte Breitenförderungskurse aus. Unter anderem eben jenen zum Gebirgsflugtraining.
Dieser richtet sich, nach eigener Aussage, an „kürzlich brevetierte oder wenig erfahrene Piloten“ und das beste: Mitglieder des DAeC sind ebenso willkommen wie Schweizer-Piloten! Nach dem Klarmachen der Vereins-DG1000 für diese 2 Wochen und einer Terminabstimmung  mit dem Vorstand haben Klaus und ich uns für den Lehrgang angemeldet!

©Fotograf: Klaus Scheulen
Fahrt über den Julierpass – Für unseren Oldtimer
eine Herausforderung!

Es folgte eine ganze Reihe an Vorbereitung: Kartenmaterial musste bestellt werden, wir brauchten außerdem noch eine Sauerstoffanlage und ein ELT. Alles bekamen wir von freundlichen Fliegerkollegen aus Nachbarvereinen, was eine Menge Geld gespart hat! Hierfür möchten wir nochmal unseren ganz großen Dank aussprechen!
Neben diesen materiellen Dingen haben wir uns natürlich auch mit der einschlägigen Literatur in die entsprechende Theorie eingearbeitet und zuletzt das sogenannte Selbst-Briefing mit anschließendem Test des Flugplatzes in Samedan absolviert. Ohne die Bestätigung des positiven Testergebnisses darf man dort nicht landen!

Dann endlich ging es irgendwann los! Nach einer abenteuerlichen Fahrt über den Julierpass (das nächste Mal vielleicht doch Tunnel?) kamen wir am Flugplatz Samedan (LSZS) an. Dieser lässt sich übrigens auch mit dem Zug ganz hervorragend erreichen! Mit der Rhätischen Bahn durch die Berge bis nach Samedan und dann zu Fuß zum Flugplatz.
Ein Platz zum Hänger abstellen war schnell gefunden, der Camping stellte sich als äußerst komfortabel heraus!

Am Montag begann dann der tatsächliche Lehrgang. Ca. 20 Pilotinnen und Piloten nehmen teil.
Jeden Morgen um 8:30 Uhr treffen wir uns zu einer gemeinsamen Theorie-Einheit. Hier werden natürlich Gebirgsflugspezifische Inhalte aber auch sehr allgemeine Theorie vermittelt. Hierbei ist die oben angesprochene Zielgruppe des Lehrgangs zu beachten!
Besonders positiv ist uns der allgegenwärtige Humor während des Unterrichts aufgefallen. Alle Vortragenden waren mit Herzblut bei ihrer Sache!

Nach der Theorie folgt ein kurzes Meteobriefing und im Anschluss immer die Präsentation eines Außenlandefeldes sowie dessen Vor- und vor allem Nachteile.

Wenn das Wetter es zulässt, und das war in diesem Jahr an nahezu ALLEN Tagen der Fall, geht es für die Teilnehmer nun zu ihren Flugzeugen. Für uns natürlich zur mitgebrachten DG1000. Alle anderen leihen sich Doppelsitzer aus den umgebenden Clubs. Für uns war es wieder eine Chance Kosten zu sparen und am Ende die Möglichkeit zu haben, gemeinsam zu fliegen!
In Samedan macht man Windenstart. Auch das ist ein erheblicher Punkt in Sachen Geldbeutel schonen!

©Fotograf: Klaus Scheulen
Flugplatz Samedan im Engadin

©Fotograf: Klaus Scheulen
Die DG1000 vor dem Bergpanorama

Im 3-Tagesrhytmus ist jedes Zweierteam immer einem ortskundigen Fluglehrer zugeteilt. Zusammen mit ihm unternimmt man abwechselnd die ersten Einweisungsflüge. Einführung in das Fliegen am Hang, das Gelände an sich und vorallem auch vieeeeel Sightseeing stehen auf dem Programm!
Hier möchten wir uns ganz besonders herzlich bei unserem Fluglehrer Rolf König bedanken! Mit ihm haben wir wirklich unfassbar viel gelernt und gesehen! Danke!

Die folgenden Tage hielten für uns immer wieder neue Aussichten, Erfolge und Höhenrekorde bereit. In den Bergen scheint das Höhenverhältnis irgendwie verschoben… Man fliegt oft gar nicht so hoch über Grund, befindet sich de facto aber in 4000m MSL! Wahnsinn!

Die letzten 3 Tage haben Klaus und ich uns dann unseren gemeinsamen Traum erfüllen dürfen: Wir sind zusammen über den Piz Bernina geflogen! Die Gletscherlandschaft im Berninamassiv ist so unbeschreiblich schön, dass jeder Versuch davon zu erzählen mager klingt. Ich hoffe, die Fotos können einen kleinen Einblick geben!

©Fotograf: Klaus Scheulen
Hängegletscher am Berninamassiv
©Fotograf: Klaus Scheulen
Der Biancograd, ebenfalls Gletschereis!
©Fotograf: Klaus Scheulen
Neue Höhenrekorde für uns!

©Fotograf: Klaus Scheulen
Bilder die man nie mehr vergisst!

Unser Fazit für die 2 Wochen BFK Gebirgsflug: Der absolute Wahnsinn!
Sicher, das frühe Aufstehen fällt schwer wenn man erst um 21 Uhr landet. Vor allem wenn man das jeden Tag so macht. Auch hat man nicht immer die größte Lust auf die Stunden Theorie am Morgen. Aber: Es ist jede Mühe wert! Wir haben so viele Dinge gesehen, die zumindest ich, mir niemals hätte vorstellen können! Für mich ist ein wahrer Traum vom Fliegen in Erfüllung gegangen und es wird nicht das letzte Mal gewesen sein, dass wir in Samedan Urlaub gemacht haben!

 

von Hilke Mannel


 
Fliegen an Ostern 2019 | Drucken |
Montag, 15. Juli 2019 um 19:29

Ostern ist schon einige Zeit her, aber ich wollte euch dennoch diesen Bericht nachreichen, von dem Wochenende, dass ich in so schöner Erinnerung behalten habe.

Für mich war es das erste Flugwochenende dieser Saison. Die anderen hatten schon eine Woche vorher angefangen - und nach allem was ich gehört hatte, war das ein genialer Saisonanfang gewesen. Ein eingespieltes Team packte voller Tatenfreude all die Dinge an, die zu Saisonbeginn zu erledigen sind, alles funktionierte auf Anhieb reibungslos und auch das Wetter spielte mit, so dass an diesem Wochenende bereits so einige Kilometer - wenn auch nur im Gleitbereich um den Platz - geflogen wurden.

Die Woche vor Ostern war geprägt durch den Einfluss eiskalter Luftmassen vom Nordpolarmeer. Ich erinnere mich noch daran, wie ich die Leute in Aachen reihenweise habe stöhnen hören über die Eiseskälte und dass der Winter doch bitte endlich vorbei sein solle. Ich selber wusste es damals aber schon besser und freute mich bereits wie ein Kind wegen der kalten, trockenen Luftmasse - denn sie wird uns strahlend blauen Himmel und Sonnenschein bescheren.

Am Freitag war es dann so weit. Ich packte endlich wieder all die Dinge zusammen, die ich zum Fliegen brauche, meine Papiere, Karten, Klamotten, Essen, Fliegerhut und, nicht zuletzt, meine Sonnenbrille und Sonnencreme. Der Kasten Bier wurde in Moses' Bulli verstaut, mein alter Lattenrost ebenfalls, denn der sollte "thermisch verwertet" werden. Dazu ein bisschen Werkzeug, dass ich für die LS4 brauchen würde. Dann schwang ich mich auf's Motorrad und machte mich auf zur Dahlemer Binz.

Der Freitag war der erste Tag für die frisch lackierte LS4 auf der Binz. Samu und ich waren überstolz. Zusammen mit Chrissi und Irene haben wir die Wägung in Halle 6 durchgeführt und danach den letzten Papierkram mit unserem Prüfer Willi abgehandelt. Damit war es offiziell - das Projekt war vollbracht.

©Fotograf: Timo Sirinyan
Die LS4 fliegt mit neuer Lackierung!

Eigentlich wollte ich an dem Tag auch direkt einmal LS4 fliegen, aber zunächst einmal stand der obligatorische Überprüfungsstart mit Fluglehrer an. Franz-Josef zerriss mir auch prompt einmal das Seil, ich reagierte gut, wir kamen heile wieder auf den Boden der Tatsachen - puh, fliegen kann ich offenbar noch. Jedenfalls war Franz-Josef zufrieden und somit stand dem ersten Alleinstart nichts mehr im Wege.

Mittlerweile war die LS4 mit Samu schon fest verwachsen - dieser flog sie gleich einmal drei Stunden um die Binz. Eine Ersatzbefriedigung musste her - und die war mit der DG1000 schnell gefunden. Zusammen mit Irene machte ich einige Doppelsitzerstarts und war zufrieden.

Der Samstag war, wie der Sonntag dann auch, geprägt von kräftiger Thermik - die sich allerdings vollständig versteckte, der Himmel war komplett blau. Ich selber war in der ASW20 unterwegs, freute mich zunächst über kräftige Steigwerte und hohe Arbeitshöhen, flog mit ihr im Gleitbereich bis fast an den Rursee - nur um auf dem Rückweg durch ein ausgedehntes 4 m/s Sinkgebiet zu fliegen und schon zu befürchten nicht über den Wald nördlich der Binz zu kommen, wenn es dort auch so "saufen" würde. Oh oh, drohte da etwa schon die erste Außenlandung der Saison? Obwohl ich überhaupt nicht Überland war? Nicht gut. Immerhin hatte ich zuvor mit der ASW20 schon einen Jojo gemacht und hatte sie souverän und kurz gelandet. Mein Stresslevel hielt sich in Grenzen - zur Not ist es halt besser der Acker, als dass ich riskiere in den Bäumen zu landen. Dennoch war ich froh, dass ich schließlich nördlich der Waldkante die rettende Thermik finden konnte - und damit auch meinen Flug weiter fortsetzen konnte. Segelfliegen ist halt wirklich ein ständiges Wechselbad der Gefühle.

Franz-Josef flog an diesem Tag 222 OLC km in seiner LS3 Überland - überhaupt fielen an diesem Tag so einige gute und lange Flüge und auch die Schüler bewiesen ihr thermisches Geschick: Georg mit einer guten Stunde LS4, Philippe mit ein und einer dreiviertel Stunde in der Ka-8 und schließlich Rebar mit ganzen drei Stunden in der LS4. Ja, lieber Rebar, der Schein ist überfällig!

©Fotograf: Timo Sirinyan
Der Osterhase versteckt die Eier - überall!

Am Abend wuchsen zwei Fliegern in der Bierlaune am Lagerfeuer lange Ohren und sie beschlossen den Osterhasen zu machen. Sechs bunte Eier waren vorhanden und es wurde an Süßigkeiten aufgetrieben, was sich finden ließ. In einer Nacht- und Nebelaktion fuhren sie im Seillepo auf den Platz und versteckten in der Winde und in jedem unserer Flugzeuge jeweils ein Osterei und verschiedene süße Leckereien.

Es war Ostersonntag und die Flieger staunten nicht schlecht, als sie zunächst eine vom Winglet der DG-1000 baumelnde Latte-Machiato Schokolade entdeckten. Suchlaune kam auf und so begann der Tag fliegerisch-osterlich und mit bester Laune. Die haben wir natürlich direkt mal für ein Gruppenfoto genutzt. Danke an Laurin von der Akaflieg Köln für's Fotografieren und an dieser Stelle auch noch einmal herzlichen Glückwunsch zur bestandenen Luftfahrerschein Prüfung!

Thermisch war der Sonntag genauso gut wie blau wie der Samstag - wir alle genossen die sagenhaften Steigwerte gepaart mit der hohen Basis und fürchteten uns vor den großen Sauflöchern - aber hey, man wächst mit der Herausforderung. Fluglehrer Franz-Josef bewies uns sein Können und legte mit 326 OLC km nochmal eine Schippe drauf. Am Boden war stets beste Laune angesagt und eines ist auch festzuhalten: wir mussten uns alle eincremen und sind braun geworden - und das im April! Was kann man sich für ein besseres Osterwochenende wünschen?

 

©Fotograf:  Laurin Schattke
Bestes Wetter an Ostern - und viele Flieger genießen die ersten Tage der Saison!

 

von Timo Sirinyan



 
Oehna 2018 | Drucken |
Montag, 10. Dezember 2018 um 15:40

Höhen (!)  und Tiefen

Es begann mit schweißtreibenden Hinfahrten – man erinnere sich an die hochsommerlichen Temperaturen -, immerhin kamen dann bis zum Sonntagabend alle 4 Teilnehmer (Wolfgang, Moses, Axel mit Familie, Helmut) und die beiden Flugzeuge (DG1000, ASW20) wohlbehalten auf dem kleinen Flugplatz bei Oehna/Zellendorf an.

Die Ferienwohnungen ließen sich angenehm kühl halten, wenn man morgens die eingelassene kühle Nachtluft gegen die Tageshitze durch Verschlusshaltung von Türen und Fenstern abschirmte. Aber auch in den "Bullis" ließ es sich noch aushalten.


©Fotografin: Eva Voigt
Entspanntes Ankommen

Der erste (allgemeine) Flugtag (Mo. 20.08.) brachte erstmal kein Segelflugwetter („keine nutzbare Thermik“); da blieb nur Einrichten, Gammeln – oder auch Motorsegler- und Ultraleicht-fliegen.

Dafür gab es an den folgenden 3 Tagen „Hammerwetter“ mit Flügen von jeweils 3 bis 5 Std. /  200 bis 350 km / Höhen 2000 bis 3000 m (am Do).  Da der Donnerstag mit einem Gewitter endete, galt es rechtzeitig zu landen und die Flugzeuge abzurüsten und in die Hänger zu bringen – was auch gelang, bevor eine mächtige Böenwalze mit einem Sandsturm den Platz erreichte.

An den nächsten beiden Tagen musste man wettermäßig einige Abstriche machen; trotzdem reichte es für Flüge von  >1 Std . WD konnte seine UL-Schleppberechtigung wieder aktivieren, so dass wir unabhängig von weiteren Hilfen mit der Peregrine jederzeit in die Luft kamen.Am Sonntag, dem 26.08., wurde dann bestes Überlandflug-Wetter erwartet. Wolfgang und Moses mit der DG1000 und Axel mit der ASW20 gingen auf 500er-Strecke (bis zum Harz, westlich Leipzig bis südlich Jena, dann nach Osten bis Meißen und östlich Leipzig wieder Richtung Cottbus, und zum Schluss nochmal ein Abstecher nach Westen bis kurz vor Gentin) und absolvierten schließlich (alle) nach ca. 8h mehr als 600 km.

Am vorherigen Dienstag (21.08.) war Horst (Otto)  mit seinem Gyrokopter zu einer Stippvisite angekommen. Er blieb eine Woche und reihte sich in den Flugbetrieb ein. Auch musste er auf die Lieferung eines Ersatzteils warten, ohne das er seinen Rückflug nicht antreten konnte. Zu Beginn der zweiten Woche kam Stefan Wischmann zu uns. Er wollte und konnte mit WD ungestört das ganze Vorbereitungsprogramm zu seinem Fluglehrer-Lehrgang (vor allem die F-Schlepps) durchexerzieren.

Das Flugwetter der ersten Tage der zweiten Woche war nicht so berauschend wie in der vorangegangenen; trotzdem konnte man mehrere Stunden im erweiterten Platzbereich (30 – 50 km –Radius) ohne Außenlanderisiko fliegen.

Am Freitag (unserem letzten Flugtag) lockte dann noch einmal Überland-Wetter (wenn auch spät einsetzend) zu einer größeren Strecke. WD und HelHel flogen über Lüsse und Brandenburg weiter nach NW, mussten dann aber wegen der dort aufgrund von Abschirmungen schwächeren und unzuverlässigeren Thermik nach W abdrehen zu einem weiten Bogen westlich um Magdeburg, und gerieten dann beim Rückflug unter eine weiträumige Abschirmung, so dass es nur noch langsam voran ging. Zu später Tageszeit (ca. 18.30 Ortszeit), bei Dessau etwa 40 – 50 km vor Oehna,  ohne anfliegbare Thermik, sahen sie sich gezwungen, eine Außenlandemöglichkeit ins Auge zu fassen. WD kitzelte behutsam aus der ruhigen, fast stabilen Luft beharrlich das kleinste Bisschen Steigen heraus, so dass wir – dank eines leichten Rückenwindes-  auch mit Nullschiebern unserem Ziel langsam näher kamen. Vor dem letzten zu überwindenden großen Waldstück vor dem Platz gab es dann doch noch ein ganz schwaches Steigen, so dass wir mit viel Geduld die sichere Endanflughöhe erreichten und schließlich nach insgesamt ca. 350 km noch entspannt den Platz erreichten.

Am folgenden Tag mussten wir leider bei immer noch gutem Wetter die Heimreise antreten, aber wir konnten in den beiden zurück liegenden Wochen viele Flugstunden und Streckenkilometer erfliegen.  Auch das Grillen und Singen am Lagerfeuer war nicht zu kurz gekommen.

Generell bleibt festzustellen, dass die beiden Flugwochen (wiederum) stressfrei, in völliger Entspannung und angenehmer Atmosphäre verliefen, was auf die geringe Anzahl der Teilnehmer, die Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft aller Leute am Flugplatz, die Unkompliziertheit aller Abwicklungen, Lage und Gestaltung des Platzes (Spielpark, Swimmingpool, Restaurant) und – nicht zuletzt – das gute Flugwetter zurückzuführen ist.


von Helmut Hellebrand

 


 
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