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Die häufigsten Fragen zum Thema "Segelfliegen bei der FTHA"

Wie funktioniert die Ausbildung?

Die Doppelsitzer sind so gebaut, dass sie komplett vom hinteren Sitz aus geflogen werden können. Dort wird in der Ausbildung der Fluglehrer sitzen, erst mal das Steuern übernehmen und dir das Fliegen beibringen. Je mehr du dann kannst, desto mehr wirst du dann eigenständig vom vorderen Sitz aus die Ruder bedienen, bis du schließlich alleine fliegen kannst. Es folgen Alleinflüge auf dem Doppelsitzer und anschließend eine Umschulung auf die Einsitzer. Bist du fertig ausgebildet, folgen eine theoretische und eine praktische Prüfung mit externen Prüfern.

Die theoretische Ausbildung erfolgt sowohl im Verein während des Flugbetriebes und im Winter, als auch im Bezirksunterricht.

©Fotograf: Klaus Scheulen
Die Ausbildung erfolgt zunächst im Doppelsitzer, sodass der Fluglehrer die komplette Kontrolle über das Flugzeug übernehmen kann.

Ist Segelfliegen teuer?

Dank unseres „Flatrate-Modells“ ist das Fliegen bei uns nicht teurer als andere etwas aufwändigere Sportarten! Für Erst- oder Zweitsemester entfällt außerdem die Aufnahmegebühr von 100€. Bei einem Monatsbeitrag von 35€ und einer jährlichen Fluggebühr von 150€ (günstigste Flatrate mit 30 gutgeschriebenen Arbeitsstunden) kommst du im ersten Jahr so auf etwa 570€. Danach hängt es dann von deiner Arbeitsstundenzahl und den geflogenen Flugzeugen ab. Bessere Flugzeuge werden zwar höher abgerechnet, viele Arbeitsstunden werden durch starke Vergünstigung aber auch belohnt! Eine genaue Aufschlüsselung unseres Gebührenmodells findest du hier.

 

Wieviel kostet der Schein?

Der Schein selber kostet eine Prüfungsgebühr von 105€. Für die Kosten im Rahmen der Ausbildung, schaue unter dem Punkt "Kosten" nach.

 

Wieviel kostet eine Flugstunde?

Flugstunden werden bei uns nicht einzeln abgerechnet. Die Abrechnung erfolgt anhand des Flatrate-Modells.

 

Darf ich mit Brille fliegen?

Ja! Aber…: Bei einer Korrekturstärke von 5 Dioptrien liegt eine Grenze, ab der vor Ausbildungsbeginn ein Fliegerarzt konsultiert werden sollte. Außerdem müssen Brillenträger bei Alleinflügen grundsätzlich eine Ersatzbrille mitführen. Dies kann auch eine Sonnenbrille mit eingeschliffener Sehstärke sein.

Andere gesundheitliche Ausschlusskriterien sind in der Regel (ggf. mit Fliegerarzt abklären):

  • Rot-Grün-Blindheit
  • Diabetes
  • Epilepsie
  • Herzinfarkt

 

Wie lange dauert es bis zum Schein?

Das hängt natürlich von jedem selbst ab. So lange du regelmäßig kommst, schaffst du es normalerweise problemlos,  in der ersten Saison alleine zu fliegen. Bis zum Schein dauert es in der Regel etwa zwei Jahre. Möglich ist aber alles, denn die Mindeststart-/Stundenzahl wird locker erreicht!

 

Muss ich viel Theorie lernen?

©Fotograf: Klaus Scheulen
Eines der Theoriefächer: Meteorologie - Wetterkunde


 

Nicht ganz wenig, aber über die Dauer der Ausbildung von meist 2 Jahren verteilt. Das meiste lernst du nebenbei in Unterrichtsstunden während des Flugbetriebs. Nach der Flugsaison bieten wir auch vereinsinternen Winterunterricht an. Außerdem findet im Winter ein vereinsübergreifender Bezirksunterricht statt, den unsere Flugschüler besuchen. Zur konkreten Prüfungsvorbereitung wird, ebenfalls vereinsübergreifend, ein kompakter Vorbereitungslehrgang angeboten.

 

 

 

 

 

 

 

Muss ich vor Beginn der praktischen Ausbildung Theoriestunden nehmen?

Nein. Die Ausbildung beginnt auf dem Pilotensitz des Flugzeugs.

 

Wie viel Zeit muss ich aufwenden, um Segelfliegen zu lernen?

Segelfliegen ist ein relativ zeitintensives Hobby. Wer fliegen will, wird auch den ganzen Tag auf dem Flugplatz verbringen. Wer gerade nicht fliegt, hilft bei der Durchführung des Flugbetriebs (Flugzeuge schieben, Winde fahren, Seile ausziehen, Seil einklinken, Startliste schreiben, morgens Start und Flugzeuge aufbauen, abends abbauen). Zwischendurch auch Nichtstun und in der Sonne liegen, aber ständig einsatzbereit, wenn´s was zu tun gibt. Im Winter, wenn nicht geflogen wird, werden Wartungsarbeiten und kleine Reparaturen an den Flugzeugen durchgeführt ("Winterarbeit", Sollstunden: 30 pro Saison).

Das klingt stressig, aber der Aufenthalt am Flugplatz ist auch schön, wenn man nicht fliegt. Schöne Gegend, nette Leute, immer an der frischen Luft, Zelten und Lagerfeuer, kurz: Urlaub, Erholung vom Alltag, Vergessen aller Probleme aus dem "normalen" Leben. Auch die Werkstattarbeit im Winter ist durchaus interessant, man lernt viel und es ist eigentlich immer nett.
Insbesondere während der Ausbildung empfiehlt es sich, wenn´s zügig voran gehen soll, die meisten Frühlings- und Sommerwochenenden und möglichst einen Lehrgang (Fliegerlager 1 oder 2 Wochen am Stück) am Flugplatz zu verbringen. Es gibt aber keine Verpflichtung zu kommen.

 

Wie oft fliegt man am Tag?

Bei gutem Wetter erhalten Flugschüler ca. drei bis sechs Flüge am Tag, je nach Dauer der Flüge und Anzahl der Flugschüler. Immer wieder sind auch längere Thermikflüge dabei, erst recht, wenn du dann Einsitzer fliegen darfst.

 

Wie alt muss ich sein?

Mit 14 Jahren kannst du (mit Einverständnis der Eltern) die Ausbildung beginnen und auch alleine fliegen. Mit 16 Jahren kannst du die Lizenz erwerben.

 

Ist Segelfliegen gefährlich?

Es gibt natürlich Gefahren, wie überall im Leben. Unfälle sind selten und fast immer auf Fehlverhalten des Piloten zurückzuführen. Durch unsere gewissenhafte, sehr auf Sicherheit ausgerichtete Ausbildung wird das Unfallrisiko sehr niedrig gehalten. Außerdem wird man auf Notfälle und ungewöhnliche Situationen bestens und immer wieder vorbereitet.

Unsere Flugzeuge sind alle mit einem Kollisionswarngerät ausgerüstet. Außerdem fliegen wir immer mit Rettungsfallschirm.

Sicherheitsrisiken werden bei uns immer offen angesprochen, wenn du  also Fragen hast, oder dir unsicher bist, komm einfach vorbei und wir besprechen alles, was du wissen willst!